Definition

Das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) ordnet Betriebe mit weniger als zehn Mitarbeitern und einem Umsatz unter 1 Million Euro den kleinen Unternehmen zu, solche mit weniger als 500 Mitarbeitern und maximal 50 Millionen Euro Umsatz den mittleren Unternehmen. Die KfW definiert dagegen den Mittelstand über einen maximalen Jahresumsatz von 500 Millionen Euro.

Der Mittelstand in der Bundesrepublik Deutschland umfasst rd. 99,7 % aller umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen, in denen rund 70 % aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten rund 40 % aller Umsätze erwirtschaften und rund 83 % aller Auszubildenden ausgebildet werden. Umfangreiches Datenmaterial enthält die vom Institut für Mittelstandsforschung Bonn herausgegebene Unternehmensgrößenstatistik Daten und Fakten. Die so genannten "Schlüsselzahlen zum Mittelstand" werden vom IfM Bonn jährlich neu berechnet und auf den Internetseiten des Instituts veröffentlicht.

Die Finanzierung des Mittelstandes umfasst einen durchschnittlichen Eigenkapitalanteil von 18 % der Bilanzsumme, wobei 80 % des Fremdkapitals durch Kredite finanziert sind.

Eine besondere Bedeutung in Bezug auch auf die soziale Verantwortung kommt den Familienunternehmen zu. Das IfM Bonn definiert Familienunternehmen als diejenigen Unternehmen, bei denen Eigentums- und Leitungsrechte bei der Person des Unternehmers vereint sind. Familienunternehmen im engeren Sinne sind demnach eigentümergeführte Unternehmen ohne jedwede Größenbeschränkung. Die Eigentümerführung wird nach den Operationalisierungskriterien als gegeben angesehen, wenn:

1 Im Falle einer Kommanditgesellschaft sind es die Komplementäre.